Jugendfußball: Frei-Weinheimer E-Junioren gewinnen bei der TSG Schwabenheim deutlich mit 12:1

Quelle: Allgemeine Zeitung / Dennis Buchwald

Ein wahres Schützenfest feierten die E-Junioren des VfL Frei-Weinheim in der ersten Kreisklasse, Gruppe drei. In ihrem Auswärtsspiel bei der TSG Schwabenheim gewann die Mannschaft von Trainer Ingo Wolff 12:1 (4:0) und schob sich damit auf den fünften Tabellenplatz. „Mann des Spiels“ war Fabian Geringer, der fünf Treffer erzielte und zwei weitere mustergültig vorbereitete.

Gefährliche Offensive

Dreißig Minuten waren gespielt. Die kompakt stehende Abwehr des VfL stoppt einen Angriff des Gastgebers und leitet direkt den Gegenangriff an. Der Ball gelangt auf die rechte Außenseite zu Abdullah Agca, der sich trickreich gegen zwei Schwabenheimer durchsetzt. Nun hat er Platz, der Kopf ist oben, wo ist der besser postierte Mitspieler? Im Fünfmeterraum lauert Damon Melcher. Abdullah sieht ihn und flankt millimetergenau auf Damon, der die Kugel mit der Brust über die Linie befördert. „Super, das war klasse gespielt“, jubelt VfL-Trainer Ingo Wolff an der Seitenlinie und applaudiert seiner Mannschaft. Das Tor bedeutete bereits das 8:0 für die Gäste. Trotzdem war diese Szene ein Paradebeispiel für das Offensivspiel der Frei-Weinheimer, die immer wieder über die beiden Außenspieler Abdullah Agca und Fabian Geringer gefährlich vor das Schwabenheimer Gehäuse gelangten. „Das üben wir häufig im Training“, erklärte Wolff die Spielweise seiner Schützlinge. „Wir versuchen, die Breite des Spielfelds auszunutzen. Das hat super geklappt, ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung.“ Von Beginn an versuchten die Frei-Weinheimer, das Spiel zu dominieren. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten war es Fabian Geringer, der den Bann brach und den Torreigen eröffnete. Ahmed Hamid, Jan Makogon und wieder Fabian sorgten noch vor dem Pausenpfiff für eine beruhigende 4:0-Führung. Die TSG Schwabenheim, deren Spieler fast allesamt ein bis zwei Jahre jünger waren als ihre Gegenspieler, versuchte dagegenzuhalten und sich selbst Torchancen zu erarbeiten. Die beste Möglichkeit auf ein Tor vergab Aron Habich, der in der 18. Minute gegen VfL-Torhüter Pascal Lossa einen Schritt zu spät kam. Unverändertes Bild auch in der zweiten Halbzeit. Die TSG kämpfte aufopferungsvoll, aber die Dominanz und der Torhunger der Gäste waren zu groß. Neben dem stark aufspielenden Fabian Geringer, der noch drei weitere Treffer drauflegte (22./34./35.), trugen sich auch Tom Wolff (25.), Damon Melcher (27./30.), Ahmed Hamid (36.) sowie Abdullah Agca (40.) in die Torschützenliste ein. Sehenswert war insbesondere der Treffer von Tom Wolff, der einen Eckball von der rechten Seite direkt ins kurze Eck zirkelte. Aber auch der kämpferische Einsatz der Schwabenheimer wurde mit einem Ehrentreffer belohnt. Nach einem Eckball konnte Frei-Weinheim den Ball nicht klären, sodass Ben Kerber aus fünf Metern nur noch einschieben musste. Der Jubel seiner Mitspieler deutete an, dass die TSG-Spieler den Spaß am Fußball trotz der hohen Niederlage nicht verloren hatten. Einen weiteren Treffer der Schwabenheimer verhinderte das Aluminium, Sönke Claassens Freistoß klatschte an die Latte. 

„Die Kinder sind immer mit Freude dabei, das ist das Wichtigste“, erklärte TSG-Trainer Bernd Habich. „Sie spielen erst seit zwei Jahren Fußball und verbessern sich Schritt für Schritt. Natürlich sind wir nach Niederlagen auch enttäuscht, aber trotzdem freuen wir uns über jeden eigenen Treffer.“

Auf der anderen Seite zeigte sich Trainerkollege Ingo Wolff rundum zufrieden: „Am Anfang hatten wir noch etwas Probleme, den Ball zu kontrollieren. Nach dem 1:0 haben die Jungs aber super gespielt, das war klasse.“ Nach dem 12:1-Sieg strahlten die Frei-Weinheimer Spieler mit der Herbstsonne um die Wette – und einer ganz besonders: der fünffache Torschütze Fabian Geringer. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, schwärmte der 10-Jährige. „Wir haben gut gekämpft und verdient gewonnen.“

TSG Schwabenheim: Ben Kerber, Tim Weitzel, Julian Gläser, Sönke Claassen, Felix Holm, Aron Habich, Nico Rielicke, Benedict White, Nico Piontek, Lukas Hahner, Lili Habich, Sina Rielicke, Emre Tanriverdi

VfL Frei-Weinheim: Pascal Lossa, Tom Wolff, Jan Makogon, Ahmed Hamid, Fabian Geringer, Abdullah Agca, Julian Eich, Abdul Demirtas, Julian M., Damon Melcher

 

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