Die TUS Stürmer entführen 3 Punkte aus Frei-Weinheim

Nach Abpfiff waren sich Zuschauer, Spieler und Vereinsoffizielle einig, die Niederlage gegen Marienborn war wieder einmal mehr als unnötig und wiedereinmal stellt man sich die Frage… Wieso ist trotz stellenweise überlegenen Auftritten gegen die TOP 7 nichts zu holen?

Abermals spielte der VfL von Beginn an nach vorne, der favorisierte Gegner wurde mit gezieltem Forechecking unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Die Aussenverteidiger der TUS fielen in Halbzeit Eins nur durch Stoppfehler und Fehlpässe auf. Leider war es dem VfL nicht vergönnt, aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Thomas Schmitt (8. min), rutschte denkbar knapp am Ball vorbei und sein Kopfball in der 16. Minute war ebenso wie der von Aziz Karagöz, Beute des TUS-Schlussmann. Die TUS verzeichnete nur eine Torchance, als im Anschluss an einen Eckball ein umstrittenes Abseitstor nicht gegeben wurde. Die TUS kam besser aus der Halbzeit und erzielte nach einem Konter das 1:0 (60.min), welches aber postwendend durch Mehmet Tekdemir (65.min) egalisiert wurde. Der VfL spielte weiter munter nach vorne, ohne jedoch zwingende Torchancen zu kreieren, zu tief hatte sich die 5er Abwehrkette der Gäste positioniert. Die TUS überlies dem VfL weiterhin 70% des Spielfelds um dann mit Balleroberungen kurz vorm 16er die eigenen Stürmer auf die Reise zu schicken. In der 75. min nutzen die beiden Marienborner Stürmer einen Ballverlust und konterten uns eisklat aus, beide Aussenverteidiger waren hoch aufgerückt und so reichte ein gut getimter hoher Pass um auch die Innenverteidigung auszuhebeln. Kurz darauf sah Timo Medinger noch die Gelb/Rote Karte, die der TUS weitere, wenn auch nicht zwingende Torchancen ermöglichten. Die beste hielt Torhüter Stojancic mit einem Sensationsreflex. Alle Offensivbemühungen danach waren umsonst und die TUS schaukelte einen schmeichelhaften Dreier heim.

Fazit: Der TUS war ein derart defensiv ausgerichteten Gegner, wie man es nicht erwarten konnte. Dies gibt uns zu denken auf. Wieder einmal macht der VfL das Spiel, investiert viel und beisst sich schließlich die Zähne an einem Gegner mit kompakter defensive und 2 sehr agilen Stürmern aus. Vielleicht ist dies das Mittel, um auch mal gegen die TOP 7 zu gewinnen. Ingelheim, Marienborn und Oppenheim waren alles Mannschaften, die dem Gegner das Spielfeld überließen und dann durch individuelle Stärken das Spiel gegen uns gewonnen haben.

Alles in Allem wäre ein unentschieden gerecht gewesen, aber die A-Klasse besticht durch ihre Einzelspieler, die es so in der B-Klasse nicht gegeben hat.

Der VfL steht nach Ende der Hinrunde auf Platz 6 und führt somit das gesicherte Mittelfeld an. Nachdem man nun alle Mannschaften gespielt hat, kann man Platz 6-8 als neues Saisonziel ausgeben. Das man nochmal in den Abstiegsstrudel gerät scheint bei 16 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz eher unwahrscheinlich.

 

Bericht der Allgemeinen Zeitung v. 18.11.2012

VfL Frei-Weinheim – TuS Marienborn 1:2 (0:0). – Knapp 130 Zuschauer sahen einen starken VfL, der über weite Strecken der Partie die spielbestimmende Mannschaft war. Der TuS agierte aus einer sicheren Defensive und ließ kaum etwas zu. In der 60. Minute wurden die Hausherren für ihre Offensivbemühungen bestraft, als Berninger einen Konter zum 1:0 für den TuS abschloss. Die Einheimischen kämpften sich zurück und hatten mit dem 1:1 durch Tekdemir (65.) die passende Antwort. In der 75. Minute war es erneut Berninger, der einen weiteren Konter zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste vollendete. „Das ist sehr bitter für uns. Wir machen das Spiel und stehen am Ende mit leeren Händen da“, ärgerte sich VfL-Trainer David Klose.

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