U10 – Ein unrühmliches Pokalspiel

Am Samstag konnten wir ein Pokalspiel sehen, das alles zu bieten hatte. Zu Gast waren wir beim SV Appenheim, die unter der Woche ihr Ligaspiel bei Heidesheim mit 10:3 verloren. 

Gut eingestellt auf die Mannschaft, hatte man sie doch beim Gastspiel in Heidesheim beobachten lassen, wollten unsere VFLer ihr erstes Pokalspiel erfolgreich über die Bühne bringen. Doch den ersten Unmut gab es direkt vor Anpfiff der Partie. Eltern der Heimmannschaft stellten sich, nicht wie es sein sollte hinter die Begrenzung, sondern direkt ans Spielfeld. Eine Notiz, seitens Frank Nitsch an den Schiedsrichter, blieb unerwidert.

Der Schiedsrichter pfiff die Partie an und Appenheim setzte direkt den ersten Torschuss an die Latte des VfL Gehäuses. Überrascht von diesem Schuss, waren die jungen VfLer leicht irritiert, sodass der Nachschuss zum 1:0 für die Gastgeber im Tor des VFL versenkt wurde. Nach einer kurzen Ansprache der Trainer, war der VfL nun wach und auch anwesend. Das Spiel nahm fahrt auf und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Beide Torhüter sollten an diesem Tage mehr zu tun bekommen, als ihnen lieb war. In der 10 Minute war es dann nach einem schönen Solo, Eren Karaca, der 2 Mann ausdribbelte und den vielumjubelnden und zu diesem Zeitpunkt auch verdienten Ausgleich des VfL markieren konnte. Die Partie war nun offen, mit einem leichten Übergewicht zu Gunsten der Weinumer. In der 16. Minute, wurde abermals Eren Karaca wunderschön von Melih Özdemir angespielt und konnte nur durch ein Foul aufgehalten werden. Den fälligen Freistoß, schoss Kapitän Robin Nitsch aus gut 16 m unhaltbar, für den Appenheim Goalie in den rechten Winkel. Der VfL hatte die Partie nach dem schnellen Rückstand nun gedreht und war bestimmend auf dem Platz. Einen kurzen Aufreger gab es dann nochmal kurz vor der Pause, als Melih Özdemir, den gegnerischen Stürmer im Strafraum foulte. Dem Unparteiischen blieb nichts anderes übrig, als unter dem Geschreihe der Appenheimer Fans zurecht auf Elfmeter für die Heimmannschaft zu pfeifen. Der Stürmer der Heimmannschaft, legte sich den Ball auf den Punkt. Dann schoss er hochmotiviert den Ball in Richtung der linke Seite, jedoch krachte der Ball an den Pfosten. Was dann passierte, ist wohl eine Frage der Einstellung. Heulend, wütend und schimpfend verließ der Spieler das Spielfeld ohne vom Trainer ausgewechselt zu werden und schmiss sich hinter den Trainer auf den Rasen und blieb dort liegen. Torwart Duric, der in der richtigen Ecke gewesen ist, hätte den Ball, falls er nicht genau an den Pfosten gegangen wäre, geklärt. Der Schiedsrichter pfiff nun zur Halbzeit und die Jungs gingen in die Kabine.

Zum Anpfiff der zweiten Halbzeit, präsentierte sich der VfL hellwach und war direkt bestimmend auf dem Platz. Es folgten zwei drei Angriffe auf das Tor der Appenheimer, die aber leider vom Torwart entschärft wurden oder das Aluminium im Wege stand. So dauerte es bis zur 31.Minute als sich abermals Eren Karaca durch zwei Mann durch dribbelte und auf den mitgelaufen Kapitän spielen konnte, der lies den Abwehrspieler stehen und erhöhte hochverdient auf 3:1 für den VFL. Der Druck des VfL wurde nun noch höher. Die Jungs hatten nun alle Hemmungen fallen gelassen und spielten sich mit wunderbaren Spielzügen in einen waren Rausch. In der 35.Minute landete ein vom Torhüter in die falsche Richtung abgewehrter Ball zu Melih Özdemir, der nicht lang fackelte und direkt aufs Tor schoss. Der Ball wurde durch ein Gemenge aus Appenheimer und Weinumer Spielern in Richtung Tor getragen und der Appenheimer Torhüter konnte den Ball erst hinter der Torlinie sichern. Die Weinumer jubelten, jedoch gab der bis dahin unauffällige und gute Schiedsrichter, dieses Tor nicht. Unbeeindruckt davon fuhr der Weinumer Sturmexpress weiter auf das Gehäuse der Gastgeber zu und kam dann letztendlich durch einen wunderbaren Schuss von Melih Özdemir in der 38.Minute zum 4:1. Der Sturmlauf des VFL wurde immer dominanter. Chancen, in Form von Robin Nitsch und Eren Karaca, die der Appenheimer Torhüter parieren konnte, brachte den VFL Anhang zum verzweifeln.

Alles schien auf einen sensationellen Auswärtssieg des VfL hinzulaufen, bis zur 42.Minute. Nach einem Zweikampf im Mittelfeld, zwischen Kapitän Robin Nitsch und einem Spieler von Appenheim, kochten die Emotionen über. Robin griff den Ballführenden, vor den am Spielfeldrand stehenden Eltern an und spielte ganz klar den Ball ins aus, dabei kam es bei den beiden Spieler zu einem körperkontakt und der etwas kräftigere Gegenspieler schrie auf und landete auf dem Boden. Die Eltern schrieen in Richtung des VfL Kapiäns der zurecht erst mal geschockt zwei Schritte zurückging. Er sagte das er den Ball gespielt habe worauf der Trainer der Appenheimer ihn verbal Angriff und sagte, du bist selbst ein Ball. VfL Trainer Frank Nitsch rief nun hinüber, der Trainer der Appenheimer solle doch bitte seinen Spieler in Ruhe lassen, worauf sowohl der Trainer als auch die immer noch am Spielfeldrand stehenden Eltern mit abfälligen Gesten in Richtung der Frei-Weinheimer winkten. Der Schiedsrichter kam nun zu dem Tumult um den VFL Kapitän und redete mit dem Trainer der Appenheimer. Nach einer kurzen Unterredung, deren Wortlaut wir nicht erfahren haben, musste der Trainer den Platz verlassen und es gab zurecht Einwurf und nicht Freistoß für Appenheim.

Geschockt durch diese Aktion merkte man nun den Knick im Spiel des VfL und die letzten Minuten des Spiels waren wie ein Horrorfilm. Innerhalb von 5 Minuten gelang dem SV Appenheim durch drei Tore gegen den verunsicherten VFL der Ausgleich !!! Fertig und mit hängenden Köpfen verließen die Weinumer den Platz. Die Trainer versuchten ihre Jungs wieder aufzubauen und neu einzustellen, doch die Aktion in der 42.Minute war noch in den Köpfen der Spieler und so legte der SV Appenheim in der 51. und 57. Minute nochmal zwei Tore nach und festigte somit den Heimsieg.

“ Unsere Jungs haben ein Riesen Spiel gezeigt und wir sind sehr stolz auf sie. Appenheim hatte gute Aktionen vor dem Tor, aber der Sieg ist nach der gezeigten Leistung unserer Jungs völlig unverdient. Ein Tor das nicht gegeben wurde, das unfaire Publikum und ein Trainer der Spieler beschimpft und verbal angeht, haben uns heute den Sieg gekostet. Trainer die in der E-Jugend, Spieler des Gegners angehen ist ein absolutes Unding. Vielleicht sollte der Trainer der Appenheimer mal darüber nachdenken ob er nicht eine Herrenmannschaft trainieren wolle. Montags im Auswärtsspiel in Heidesheim ist er mir schon negativ aufgefallen, als er eine Aufforderung vom Schiedsrichter einfach missachtet hat. So etwas gehört nicht in den Jugendfußball. Emotionen habe ich auch, aber sowas ist ein absolutes No-Go“, so der leicht verärgerte Frank Nitsch.

So endet unser erstes Pokalspiel leider in einem Desaster. Wir haben jetzt knapp drei Wochen Zeit um die Jungs wieder aufzubauen und in dem einen oder anderen Testspiel die Jungs in Sachen Leistung zusammenzuführen. Bis jetzt sind wir mit der gezeigten Leistung unserer Jungs sehr zufrieden.

 

gez.

Frank Nitsch

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