VfL bezahlt den Sieg nach 98 Derbyminuten teuer! TSVW – VfLFW 1:2 (0:0)

Sorgte mit einem Solo über 40 Meter für die Entscheidung, Daniel Penzien

Sorgte mit einem Solo über 40 Meter für die Entscheidung, Daniel Penzien

10 Minuten nach Abpfiff war den Mannen um Thommy Kuhl nicht nach feiern zumute, die Gedanken waren schon wieder beim Spiel gegen Laubenheim. „Wie sollen wir denn jetzt ne Elf stellen“ raunte durch die Kabine des Gastes, der gerade den 2:1 Sieg in Wackernheim teuer bezahlt hatte. In Halbzeit 1 schied Timo Medinger mit einer Muskelverletzung ebenso ohne gegnerische Beteiligung aus, wie Mike Kleemann (Muskelfaserriss) in der  55. Minute. Physiotherapeut John Wolff kümmerte sich bereits um Aziz Karagöz, der beim Gegentreffer einen üblen Tritt abbekommen hatte und Mehmet Tekdemir saß in der Ecke und schaute zu wie sein Knie von Minute zu Minute anschwellte.

Einen dreier, den sich der VfL hart erarbeiten musste. In Halbzeit Eins dominierte der VfL das Mittelfeld und legte das Offensivspiel des TSV bereits in des Gegners Hälfte lahm, ohne sich jedoch selbst zwingende Torchancen zu erspielen. Lediglich ein Kopfball von Steven Thiel und eine Direkteabnahme von Roman Eckes streiften das Aussennetz. Der Gegner stand in der Innenverteidigung sehr robust und hielt so das Spiel offen, zumeist war für den VfL am gegnerischen 16er Ende. Da der TSV garnicht erst soweit kam blieb Torhüter Stojancic in den ersten 45 Minuten nahezu beschäftigungslos. Die wenigen Aktionen, die der TSV zu Ende spielte, landeten allesamt weit über oder neben dem Kasten.

imageDie zweite Halbzeit startete mit einem offenen Schlagabtausch und einer Schocksekunde für den VfL, als Mike Kleemann mit Muskelfaserriss das Feld verlassen musste. Der VfL hatte nun bereits auf Grund zweier Wechsel auf 5 Positionen umstellen müssen, wodurch sich ein völlig offenes Spiel ergab. In der 60. Minute war es Taha Altemir, der Steven Thiel freispielte, der am Rande des 16ers mit einer Notbremse zu Fall gebracht wurde. Völlig zu recht Rot für den TSV, jedoch war das Foul wohl vor dem Strafraum. Dirk Spitzbarth kümmerte das wenig und verwandelte zur verdienten Führung. Dann kam was immer in solchen Situationen kommt, die Mannschaft in Überzahl hat das Gefühl sie müsste etwas verteidigen und verlegt sich aufs Kontern. Kein Pressing mehr, nur noch Kopfballduelle um die langen Bälle des TSV abzuwehren. Torhüter Stojancic hatte jetzt alle Hände voll zu tun, spielte sich doch das ganze geschehen vor seinem Kasten ab. 15 Minuten vor Schluss war es Daniel Penzien der eine der ansonsten kläglich vergebenen Konterchancen, zum 2:0 einsetzte. Auf der anderen Seite entschärfte Keeper Stojancic 2 hundertprozentige Chancen des Gegners und hielt uns auf Kurs.

Stritter4 Minuten Nachspielzeit angezeigt, 8 (!) Minuten laufen gelaufen gelassen. Am Ende neigte der ansonsten souveräne Unparteiische etwas zur Selbstherrlichkeit und ermöglichte dem TSV den Anschlusstreffer in der 94. Minute. Ein irregulärer Treffer, da Atze Karagöz unmittelbar vor dem Torschuss böse umgesenst wurde. Was folgten waren weitere 4 quälende Minuten in denen der VfL 2 weitere Konter kläglich vergab und der TSV den Ausgleich bei einem Schuss aus 11 Metern neben das Tor liegen ließ.

Fazit: Ein Unentschieden für den TSV wäre drin gewesen, aber nicht zwingend verdient. Zu einfallslos und behäbig war das Aufbauspiel des TSV, der sich beim hervorragenden offensiven Torwartspiel seines Keepers bedanken kann, der so manchen Pass in die Schnittstelle abfing. Die erste Halbzeit gehörte nur dem VfL und die Zweite Halbzeit gestaltete sich bei mehr Ballbesitz für den TSV offen. Trotz der frühen gezwungenen Wechsel verdiente sich der VfL den 3er, Jojo Schön und der ebenfalls eingewechselte Taha Altemir fügten sich nahtlos ein und waren Garanten für den Sieg.

Ein Gedanke zu „VfL bezahlt den Sieg nach 98 Derbyminuten teuer! TSVW – VfLFW 1:2 (0:0)

  1. relativ sachlicher guter Bericht, der im Großen und Ganzen das Geschehen widerspiegelt.
    Nur ging dem 1:2 zwar ein harter aber keinesfalls unfairer Zweikampf voraus.
    Und den nicht gegebenen klaren Elfer für uns in HZ 1 , als 2 Abwehrspieler Nils Haller umgestoßen hatten, wäre vielleicht auch noch erwähnenswert gewessen 😉

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