VfL klettert nach ungefährdetem 5:1 auf Platz 4

Bericht zum Spiel SKC Barbaros Mainz – VfL Frei-Weinheim 1:5 (0:1) von www.Sportausmainz.de

Der VfL Frei-Weinheim robbt sich langsam, aber sicher an die Spitzenplätze der A-Klasse Mainz-Bingen heran. Man könnte auch sagen: Als Tabellenvierter ist der Aufsteiger dort bereits angekommen. Auch wenn der 13. Spieltag fußballerisch nicht zu den Glanzpunkten der Elf von David Klose zählte, fehlten Schlusslicht SKC Barbaros die Mittel, um davon zu profitierten.

Wer in dieser Saison gegen den SKC Barbaros Mainz spielt, braucht im Zweifelsfall nur ein bisschen Geduld. Eine Halbzeit lang mitzuhalten, ist dem in Mombach beheimatetem A-Ligisten schon mal möglich, spätestens nach dem Seitenwechsel aber geht nicht mehr viel. Diese Erfahrung machte jetzt auch der VfL Frei-Weinheim – nach einem ausgeglichenen, wenn auch wenig ansehnlichen ersten Durchgang, in dem die Gastgeber eine leichte Feldüberlegenheit und die besseren Torchancen für sich reklamierten, die Gäste jedoch durch einen Foulelfmeter in Führung gingen, schoss der Aufsteiger sich noch zu einem ungefährdeten 5:1-Sieg.

„Wie befürchtet“, kommentierte Barbaros-Trainer Özdem Güclü den Ausgang. „Wir sind mal wieder komplett zusammengebrochen. Und wie immer haben wir kurz nach einem eigenen Tor sofort den nächsten Gegentreffer kassiert.“

Torwart verhindert Debakel

Nicht, dass die Gastgeber ernsthaft hätten hoffen dürfen, einen 3-Tore-Rückstand noch in ein Unentschieden umzuwandeln. Doch wer auch immer sich dieser Illusion hingab, den belehrte Kerem-Taha Altemir mit seinem dritten Treffer eines Besseren – und so langsam nahm das Resultat Ausmaße an, die David Klose zufriedenstellten. Das Spiel an sich war dazu nur bedingt geeignet. „Eine halbe Stunde war in Ordnung“, sagte der Frei-Weinheimer Trainer. „Aber wir konnten weder etwas mit einem Gegner anfangen, der in der ersten Halbzeit konditionell auf der Höhe war, noch mit den riesigen Löchern im Mittelfeld nach der Pause.“

Mit etwas mehr sauberem Passspiel hätten die Gäste in der Tat mehr aus ihrer Überlegenheit machen können – und mit präziseren Abschlüssen. Zwar war Torwart Ivan Gavian als einziger Barbaros-Akteur noch in der Lage, sich einem völligen Debakel entgegenzustemmen und verhinderte mit einigen klasse Paraden eine höhere Niederlage, aber nicht zuletzt Altemir vergab auch einige Gelegenheiten, bei denen der Schlussmann machtlos gewesen wäre.

Immer wieder für Gefahr sorgten die von Ex-Profi Markus Kreuz geschlagenen Standards und Sandro Zeys Antritte. Der bullige Linksfuß hatte schon den Elfmeter herausgeholt und mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0 erhöht und überlief, von der rechten Seite kommend, die Mainzer Hintermannschaft ein ums andere Mal. „Sandro hat den Unterschied ausgemacht“, lobte Klose, „im Eins-gegen-Eins ist er nicht zu halten.“

Mehr geht nicht

Dem SKC Barbaros fehlte nicht nur ein solcher Brecher, sondern der ein oder andere Spieler, der etwas mehr Struktur in die Aktionen hätte bringen können. Und der ein oder andere Ersatzmann, der nicht schon 90 Minuten in der Zweiten Mannschaft mitgemischt hatte beziehungsweise, anders als der Spielertrainer, nicht durch einen grippalen Infekt geschwächt gewesen wäre. „Wir sind momentan nicht in der Lage, und nach einem Rückstand ausreichend zu wehren“, bestätigte Güclü. „Und wenn ich meinen Kapitän noch vor der Pause auswechseln muss, wird es nicht besser.“

Das bescheidene Ziel des Barbaros-Coaches sind noch drei Punkte vor der Winterpause. Die würden zwar in keinem Fall ausreichen, um den letzten Tabellenplatz zu verlassen, „aber es wäre eine Perspektive fürs neue Jahr“.

In ganz anderen Dimensionen darf sein Kollege Klose denken, der kurz nach Spielschluss die Ergebnisse von den anderen Plätzen checkte und erfreut feststellte, mit dem VfL auf den vierten Rang geklettert zu sein. „Das war heute das Wichtigste.“

Tore: 0:1 Kerem-Taha Altemir (15., FE), 0:2 Sandro Zey (53.), 0:3 Altemir (54.), 1:3 Hakan Akcay (65.), 1:4 Altemir (68.), 1:5 Zey (73.). Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Eren Cem Cakir (Barbaros, 85.).

Quelle: www.sportausmainz.de

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