26.08.2018 Spiel VfL gegen Wackernheim

Auf das Derby der ersten Mannschaft gegen den Nachbarn aus Wackernheim freuten sich am sonnigen Sonntagnachmittag 75 Zuschauer. Als Anhänger des VfL erwartete man sich eine Reaktion der Männer von Coach Patrick Bieger, nach zwei Niederlagen zum Auftakt und ging es doch nicht zuletzt gegen einen Trainer der letzte Saison noch das Frei-Weinheimer Vereinswappen auf der Brust trug, nun aber auf des Gegners Seite coachte.
Die ersten 20 Minuten tastete man sich im Mittelfeld etwas ab, wobei der Gast hier schon den physisch stärkeren Eindruck machte. 28min waren gespielt, als Ex-VfLer Fabian Frey die Gäste zur 1:0 Führung schoss. Sichtlich geschockt fand Frei-Weinheim nicht ins eigene Spiel und agierte über lange, hohe Bälle auf Adem Kaya, dem aber nichts anderes übrig blieb, als diese mit dem Kopf ins nirgendwo zu verlängern.
In der 32min erhöhte Wackernheim durch Martin Anlauf auf 2:0 und eigentlich hatte man als Zuschauer das Gefühl, dass dies zu dem frühen Zeitpunkt die Entscheidung war. Zu wenig Gegenwehr in den Zweikämpfen, viel zu wenig Bewegung gegen den Ball und viel zu leise präsentierte man sich fast schon charakterlos gegen einen Gegner, der an diesem Tag schlicht und ergreifend eine Klasse zu hoch war für einen VfL in erschreckender Form.
Das der Gegentreffer zum 0:2 aus Abseitsverdächtiger Position erzielt wurde, bleibt hier nur eine kleine Randnotiz, denn wer in 45min nur einen Torschuss (42min Baumgartner) abgibt, sollte sich nicht an evtl. Schiedsrichter(fehl)entscheidungen hochziehen. Zum Pausentee, blickte man in schwer enttäuschte Gesichter unter den Zuschauern. Halbzeit zwei bot das selbe schwache Bild und in Minute 48. machte Marc Koslowski für den TSV den Sack endgültig zu. Drei Minuten später kamen die Weinumer zwar noch zum 1:3 Anschlusstreffer, jedoch war dieses Tor (Sandro Zey) nicht mehr als eventuelle Ergebniskosmetik.
Am Ende brachte die Mannschaft aus Wackernheim die drei Punkte völlig ungefährdet Richtung Rabenkopf und grüßt nun als Spitzenreiter mit 9 Punkten.

Fazit:
Ein unterirdischer Auftritt der ersten Mannschaft lässt einige Fragen offen.
Wo ist das Offensivspiel, bei doch eigentlich so viel Qualität?
Wo ist die Motivation bei den Spielern, ein Nachbarschaftsduell (Derby) anders anzugehen und für den zahlenden Zuschauer und Anhänger des VfL alles zu geben?
Werden unter der Woche im Kreise des Teams die aktuellen Probleme angesprochen?Eins steht fest. Nach dem gestrigen Sonntag sollten (falls ausgegebene) Saisonziele korrigiert werden, denn mit solchen Leistungen wird es schwierig den Verbleib in der A Klasse zu sichern.

Das Trikot des VfL trugen:
Jussen, Mull, Anders, Zey, Kaya, Göttsching, Hofmann, Witte, Henrich, Baumgartner, Birhimoglu, Altmemir, Brendle, Satter

Bericht:  MMU

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