Die Serie hält auch im kleinen Derby

Das es kein Spaziergang werden dürfte, war zu erwarten, auch wenn der TSV im Sommer wichtige Stützen abgeben musste, so stellte das Wackernheimer Team eine mehr als ordentliche A-Klassentruppe auf den Platz. Das es nicht zu etwas zählbarem reichte lag daran, dass der TSV offensiv fast garnicht stattfand. Sicherlich war da der Kopfball nach Standard von Alwin Schwarzkopf, den VfL Torspieler Eddy Artl gerade so an die Latte lenken konnte, aber aus dem Spiel heraus war der TSV zu harmlos und ohne klares Offensivkonzept. Defensiv allerdings hatte der TSV eine Handschrift, man stand sehr diszipliniert in der Ordnung, hatte eine gute Breite und Länge im Spiel gegen den Ball und verteidigte so lange Zeit erfolgreich gegen die drittbeste Offensive der Liga. Der VfL startete personell arg gebeutelt in den 14. Spieltag. Seit Wochen stehen Trainer David Klose lediglich 13 Mann zur Verfügung und da sich Alex Mull (Grippe) & Fabian Frey (Sehnenriss im Mittelfuß) kurzfristig abgemeldet hatten, mussten 1b Spieler Markus Meier und Ersatztorwart Nico Hammer das Trikot der 1. Mannschaft überstreifen um überhaupt Einwechselspieler stellen zu können. Die ersten 45 Minuten waren klar dem VfL der mit viel Ballbesitz ausgestattet gut kombinierte, jedoch im Angriffsdrittel nicht wie gewohnt funktionierte. Auf Grund der Ausfälle musste man mit Asmir Sinanovic und Taha Altemir in der Spitze spielen, was die gewohnten Abläufe in der Spitze und den Aussenbahnen komplett durcheinander wirbelte. Die neuformierte Abwehr um Kapitän Danny Eich spielte sehr ordentlich, gewann die Zweikämpfe und zwang Wackernheim zu Schüssen aus der 2. Reihe. Die beste und einzig erwähnenswerte Chance in Durchgang 1 vergab Taha Altemir, der aus 5m einen Kopfball denkbar knapp neben das Tor setze. In der zweiten Hälfte kam der TSV besser aus der Kabine und begann die beste Phase der Gäste, die nun mehr Spielanteile hatten und von Kull & Co in ihrer Hälfte nicht attackiert wurden. Mitten in diese vielversprechende Phase köpfte Lars Anders nach einem Kreuz-Freistoß das 1:0 (53. min) für #UnserenVfL. Angetrieben vom überragenden Dirk Spitzbarth kämpfte sich der VfL zurück ins Spiel und verteidigte erfolgreich gegen einen Gast mit Oberwasser. Es dauerte bis zur 79. Minute, ehe der VfL den Deckel drauf machen konnte. Sandro Zey zwang seinen Gegenspieler mit einem Dribbling in den 16er zu einem Foul und dem fälligen Strafstoß. Taha Altemir verwandelte zum vielumjubelten 2:0 Führungstreffer und legte 3 Minuten später gar noch das 3:0 für Markus Kreuz auf. Der Rest der Partie war ein verwalten des VfL und runterspielen des TSV, der an diesem Tag mit einem Tor zu hoch besiegt wurde.

Fazit: Der VfL holt den 3. Sieg in Folge, ist nun seit 6 Spielen ungeschlagen, formstärkstes Team der Liga und darf sich als Gewinner des Spieltags sehen, hatte man doch auf die vorderen Plätze Boden gut gemacht. Auch wenn das Ergebnis mit 3 Toren etwas zu hoch ausgefallen ist, so war es unter dem Strich verdient, Wackernheim zeigte defensiv eine bessere Leistung als man es aus den vergangenen Jahren gewohnt war, war in Form der Offensivpositionen jedoch nie in der Lage echte Torgefahr zu entfachen. 3 mal forderte man Elfmeter, jedoch verweigerte der Unparteiische dreimal, wie sich im Nachhinein herausstellte, völlig zurecht den Pfiff… knifflige Situationen, die nicht mal unsere eigene Auswechselbank richtig bewertete, der Schiedsrichter lies sich laut unserer Abwehrspieler jedoch nicht täuschen und entschied jedes mal richtig. Richtige Derbystimmung kam nicht auf, zu brav kam der TSV daher, der zudem eine der leisesten und unkommunikativsten Mannschaften war, die dieses Jahr an der Talstraße spielten. Der VfL gewinnt erneut ein Spiel ohne zu glänzen, kommt aber auch derzeit auf dem Zahnfleisch angekrochen. Mit Nierstein wartet kommenden Woche der Primus auf Zey & Co und zumindest die Rückkehr von Alex Mull ist eingeplant und auch dringend notwendig, will man beim Tabellenführer etwas zählbares mitnehmen.

Aufstellung: Artl, R. Zey, Richter, Anders, Eich, S. Zey (83. min Meier), Spitzbarth, Kull, Kreuz, Sinanovic (89. min Hammer), Altemir

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