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Trainerlos ins Spiel, chancenlos im Spiel (Bericht der Mainzer Rheinzeitung v. 10.09.2013)

Fußball-A-Klasse Der VfL Frei-Weinheim verliert beim FV Budenheim 1:4 und sucht einen Nachfolger für David Klose

Quelle: MRZ Oliver Gehrig

budneheimDie eigentliche Bombe platzte beim Tabellenletzten VfL Frei-Weinheim bereits vor der Partie in der Fußball-A-Klasse beim FV Budenheim. Der langjährige Erfolgs- und Aufstiegstrainer David Klose war unter der Woche wegen der prekären Tabellensituation zurückgetreten. „Wir hätten ihn gerne behalten, denn er ist in der Mannschaft sehr beliebt“, betonte VfL-Vorstand Jens Meuser. Aber Klose sei nach den jüngsten Misserfolgen nicht umzustimmen gewesen. Gespräche mit Nachfolgekandidaten liefen, eine Entscheidung soll innerhalb der nächsten zwei Wochen erfolgen.

Das Spiel am Sonntag geriet da fast in den Hintergrund. Der FV Budenheim setzte sich gegen den trainerlosen VfL auch in der Höhe verdient mit 4:1 (1:0) durch.

Gäste ohne Selbstbewusstsein

Die Gastgeber waren von Beginn an überlegen und drückten aufs Tempo. Den Gästen merkte man dagegen das fehlende Selbstbewusstsein eines Tabellenschlusslichts deutlich an. Nach Flanke von Linksverteidiger Frank Egger köpfte Gökhan Demirci den Ball an die Latte (4.). Daniel Colon kam im Strafraum frei zum Schuss, zielte aber zu hoch (8). Kollektives Aufstöhnen beim FVB in der 15. Minute: Nach Flanke von Jonas Schmitt köpfte Gökhan Akinci unbedrängt aus fünf Metern über das Tor. Viel Glück hatten die Frei-Weinheimer auch in der nächsten Szene, als Demirci den Ball gefühlvoll an den Pfosten schlenzte (20.). Der beste Budenheims, Linksverteidiger Egger, flankte wenig später butterweich in die Mitte, doch Metelap Akcay verzog mit links (32.).

Als alle schon mit einem 0:0 zur Halbzeit rechneten, klingelte es doch noch im Tor der Gäste. Gökhan Akinci trat einen Freistoß mit links durch die Mauer am verdutzten VfL-Keeper Dominik Finkenauer vorbei zum 1:0 ins Gehäuse (44.) – die Pausenführung.

Nach dem Wechsel war der FV zunächst offenbar noch mit den Gedanken in der Kabine. VfL-Stürmer Amir Hodzic lief plötzlich alleine auf das Budenheimer Tor zu, schoss aber drüber (46.). Die Gastgeber zogen jetzt die Zügel wieder an. Zunächst traf der eingewechselte Tugay Genc die Latte (54.), dann kam Akcay frei zum Schuss, zielte aber ebenfalls drüber (63.). Es folgte die stärkste Aktion der Gäste: Der Ball wanderte schön über Tobias Köder und Danny Eich zu Amir Hodzic, der ohne Mühe zum 1:1 ins Eck schlenzte – der glückliche Ausgleich (71.).

Stürmische Budenheimer Angriffe

Der FV Budenheim antwortete mit stürmischen Angriffen. Gökhan Demirci erhielt den Ball in klarer Abseitsposition, der Pfiff des insgesamt schwachen Unparteiischen Sascha Kaiser blieb aber aus. Demirci lief alleine aufs Tor zu und schob unbedrängt zum 2:1 ein (78.). Danach drehten die Gastgeber richtig auf. Frank passte in die Mitte, wo Jonas Schmitt zum 3:1 verwandelte (83.). Den Schlusspunkt in der einseitigen Partie setzte erneut Demirci mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 4:1 (89.).

„Wir haben den Ball gut laufen lassen, aber vor allem in der ersten Hälfte leider viel zu wenige Tore geschossen“, bilanzierte FV-Trainer Uwe Amberger. „Insgesamt haben wir aber vieles richtig gemacht, das war ein hochverdienter Erfolg.“

FV Budenheim: Fix – Krüger, Schmidt, Colon (46. Genc), Egger – Akinci (75. Simirsi) – Schmitt, Demirci, Frank, Völkers – Akcay.

VfL Frei-Weinheim: Finkenauer – Lischke, J. Medinger, T. Medinger, S. Kornely (58. Hartmann) – Köder, Spitzbarth (46. Baumgartner), Eckes, Eich (88. Müller) – Hodzic, Altemir.

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