1. Mannschaftstrainer David Klose zum abschneiden in der Hinrunde

David KloseDas erste Halbjahr in der neuen Spielklasse ist vorüber und es gibt positives, wie negatives, was für Beschäftigung und Aufarbeitung in der Winterpause sorgte. „Mit Platz 6 kann man als Aufsteiger mehr wie zufrieden sein“ hört man oft, dies kann ich nur bedingt bestätigen. Wenn man zweimal hintereinander Meister wird, dann will man nicht um die Goldene Ananas spielen und auch die Spieler treten zu keinem Spiel an, um „einen“ Punkt zu holen. Wir als Trainerteam legen höchstens Wert darauf absolute Gewinner zu formen und auch im Training wird versucht möglichst oft Übungen mit Wettkampfcharakter durchzuführen. Werde ich gefragt, was das Saisonziel ist, werde ich immer Antworten:“Wir wollen alle Spiele gewinnen“ Dies hat jedoch nichts mit Vermessenheit zu tun, sondern eher mit der Einstellung, die ich von jedem einzelnen, sei es beim Training oder Spiel erwarte. Das es aktuell und wohl auch am Ende der Saison nicht zu mehr wie Platz 6 reichen wird, liegt zum einen an der hervorragend besetzten Klasse und zum anderen an unserer eigenen Spielweise. Unser Forechecking mag gegen die technisch schwächeren Gegner zum Erfolg führen, kostete uns jedoch gegen die Top Teams durchweg Punkte. Die Klasse ist gespickt mit schnellen Stürmern, die wenig Torchancen benötigen und unser Team ein ums andere mal auskonterten. Hier muss unbedingt am Feingefühl gearbeitet werden, Spielsituationen richtig einzuschätzen. Auch ich als Trainer muss mir eingestehen, dass Siege auch mal schmutzig ermauert werden müssen und das ein hohes Verteidigen in der neuen Klasse nicht immer die richtige Wahl ist. Zum Glück überwiegt allerdings das Positive aus der Hinrunde. Noch nie hab ich hören müssen „…wenigstens Kämpfen hätten sie können“, das Team hat sich auch bei hohen Rückständen wie gegen Oppenheim und Saulheim nie aufgegeben und Alles versucht. Die Trainingsbeteiligung ist weiterhin überdurchschnittlich, in jedem Training ist es uns möglich, das so wichtige Abschlussspiel 11:11 zu bestreiten. Selbst beim Training findet sich der ein oder andere Trainingskibietz ein, ganz zu schweigen von den Heimspielen, die einen außerordentlichen Anklang finden. Unterm Strich sind wir nicht unzufrieden, jedoch werden wir immer nach dem Maximum streben und wenn das in dieser Saison „nur“ heißt, dass keiner gern nach Frei-Weinheim fährt oder uns als Gast empfängt, dann werden wir diese Rolle bis zum letzten Spieltag durchziehen.

Ein besonderer Dank gilt allen Fans, Spielern, Sponsoren und Ehrenämtlern, ohne die der VfL nicht so liebenswert anders wäre! Wo sonst muss ein Trainer Montagsmorgens beim Bäcker oder im Zeitschriftenhandel die Aufstellung rechtfertigen 😀

gez. David Klose

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