2. Mannschaft mit 1. Punktgewinn in der neuen Klasse

Die zweite Mannschaft des VfL musste nach ihrem schlechten Saisonauftakt einiges wieder gut machen und hatte sich für das Heimspiel gegen die 1B von Nierstein einiges vorgenommen. Trainer Jochen Müller baute die Mannschaft auf einigen Position um und wollte so den ersten dreier der Saison einfahren. Der Gegner galt als große Unbekannte und so gab der VfL zunächst die Prämisse vor, aus einer sicheren Ordnung heraus abwartend zu agieren.

Frei-Weinheim fand in den ersten Spielminuten gut in die Partie und konnte engagiert die ersten Zweikämpfe für sich bestimmen. Der Gegner zeigte aber ebenfalls, dass mit ihm zu rechnen war und überzeugte mit sicherem Kombinationsspiel im Mittelfeld. Die Heimmannschaft setzte zu Beginn auf schnell vorgetragene Konter und nutzte so die großen Lücken in der gegnerischen Verteidigung. Immer wieder schaffte man es den Ball in die Schnittstelle der Abwehr zu bringen, scheiterte allerdings des öfteren bereits an der Abseitsfalle des Gegners. Dieser hatte insgesamt mehr Ballbesitz, allerdings ohne daraus sich Chancen erarbeiten zu können. In der 15 Minute war es dann so weit, als Roman Eckes nach einem blitzsauberen Konter in den sechzehner eindrang und mit viel Übersicht den Torwart mit einem schönen Schuss aus 14 Meter überraschte. Niersteins 1B antwortete mit zwei frühen Auswechslungen und erhöhten so nochmals den Druck auf das gegnerische Tor. Der VfL wollte agieren und nicht nur reagieren und stellte ebenfalls taktisch um. Noch bevor dies allerdings greifen konnte, nutzte der Gegner die Unordnung für einen Doppelschlag und stellte so das Spiel kurz vor der Halbzeit auf den Kopf. Zunächst setzte sich der rechte Mittelfeldspieler auf den aussen durch und brachte eine Punktgenaue Flanke in den Rücken der Abwehr, der heran eilende Stürmer hatte keine Probleme mehr den Ball mit dem Kopf über die Linie zu bringen. Nur wenige Minuten später wurde die Verunsicherung erneut ausgenutzt, indem Nierstein den Ball um den sechzehner zirkulieren ließ, der VfL keinen Zugriff auf den Gegner bekam, und schlussendlich ein verunglückter Torschuss zum Traumpass wurde und dem Gegner aus Abseits verdächtigter Position so die Führung ermöglichte.

Zur Halbzeit stellte man nun beim VfL wieder die alte taktische Ordnung her und wollte so an die guten ersten dreißig Minuten der ersten Halbzeit anknüpfen.

Doch bereits zu Beginn der Halbzeit zeigte Frei-Weinheim einige unerklärliche individuelle Fehler und musste sich bei seinem Torhüter bedanken nicht weiter in Rückstand geraten zu sein. Das Spiel verlor nun komplett an Ordnung und war auf beiden Seiten von langen hohen Bällen geprägt. Konter wurden nur noch mangelhaft zu Ende gespielt und schreckliche Fehlpässe rundeten das Bild ab. Beide Mannschaften agierten Kopflos und hatten dennoch einige Möglichkeiten das Ergebnis zu Ihren Gunsten zu verbessern. In der 77 Minute war es dann soweit, der Ball wurde durchgesteckt und Bretz tankte sich durch die löchrige Abwehr und vollstreckte eiskalt alleine vor dem Torhüter zum 2:2 Ausgleich. In der Folge setzte sich das unschöne kick and rush Spiel weiter fort und die Niersteiner Stürmer verdienten sich den Titel „Chancentod“.

Nach neunzig Minuten hatten beide Mannschaften einen Punkt gewonnen, aber auch zwei verloren. Das gerechte Remis stimmte keine der beiden Mannschaften so richtig zufrieden.
Nun gilt es die spielerische Komponente weiter zu verbessern um den eigenen Ansprüchen endlich gerecht zu werden. Die Mannschaft steht nun in der Pflicht den ersten Sieg der Saison im nächsten Auswärtsspiel in Oppenheim einzufahren.

gez. SA

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